Tubula

Tubula, Stretchstoff, Ø je 50 cm
Rauminstallation im Kunstraum Hagen »Galerie für aktuelle Kunst«
Christine Kaupmann geht von einer Vorstellung von Körper und Plastik aus, auf die der Begriff „Plastik als Handlungsform“ zutreffend ist.
Die hier gezeigte Installation besteht aus sieben gleichförmigen roten Objekten aus elastischem Baumwollgewebe, jeweils oben und unten 50 cm im Durchmesser.
Für den Betrachter ergibt sich zunächst der Eindruck vor Säulen zu stehen, die vom Boden zur Raumdecke streben. Dieser Eindruck täuscht. Es sind vielmehr Schein-Säulen.
Bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass sie gleichsam schweben, da sie sowohl zur Decke, als auch zum Boden einen kleinen Abstand haben: Säulen, die nicht stützen. Wieder ändert sich der Eindruck. Die „Säulen“ werden zu Röhren, zu Schläuchen, in denen sich menschliche Akteure befinden. Die Körper in den Röhren zeichnen sich durch das undurchsichtige Textilgewebe nach außen ab: Die „Säulen“ verformen sich. Sie werden belebte Plastiken, lebende Skulpturen.